Legasthenie
Dumm bleibt dumm – da helfen keine Pillen?
Der Begriff Legasthenie wird in der neueren Forschung durch den Begriff „Lese- und/oder Rechtschreibschwäche“ (LRS) bzw. im inter-nationalen Klassifikationsschema psychischer Störungen (ICD-10) durch die Begriffe „Lese- und Rechtschreibstörung“, „Isolierte Rechtschreib-störung“ und „Isolierte Lesestörung“ ersetzt.
Legasthenie bezeichnet eine Schwäche im Lesen und/oder Recht-schreiben. Fünf bis zwanzig Prozent aller deutschsprachigen Kinder sind davon betroffen.
Mit Intelligenzschwäche hat Legasthenie nichts zu tun. Die Kinder sind durchschnittlich bis überdurchschnittlich intelligent.
Die Schwäche dauert über einen längeren Zeitraum, fallweise bis in die Adoleszenz an.
Die Ursachen der Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) sind vielschichtig.
Mögliche Entstehungsfaktoren können sein:
Sprachlich phonologische Störung:
- Defizite in der Erkennung und Verarbeitung der Sprache
- Störungen im Bereich der Motorik
- Störungen im Wahrnehmungsbereich: visuell, auditiv, taktilkinästhetisch,
- Raumwahrnehmung und/oder der Informationsverarbeitung (Serealität, Intermodalität)
- Andere Störungen: organische Störungen, psychosoziale Störungen (schulische, familiäre)
Das Training
Die Lese- und Rechtschreibschwäche verschwindet nicht von selbst wieder, „wächst“ sich auch nicht aus und kann nicht durch vermehrtes Üben und Drillen zuhause beseitigt werden, sondern es ist Hilfe von Experten notwendig!
Werden die Kinder falsch oder gar nicht gefördert, stehen sie vermehrt unter Stress. Lesen und Schreiben wird zunehmend zur Qual und alle anderen Leistungen in der Schule, aber auch in der Freizeit, bei Spiel und Sport können beeinträchtigt werden.
Die Lese- und Rechtschreibschwäche ist daher ein ernsthaftes Handicap für die Lern- und Bildungschancen und den weiteren Bildungs- und Berufsweg Ihres Kindes!
Individuelle Betreuung als Grundlage für den Trainingserfolg
Das Legasthenietraining ist kein Nachhilfeunterricht!
Ist das Förderprofil als Basis für die Erstellung eines individuellen Trainingsplans gegeben, werden die diagnostisch erstellten Defizite in wöchentlich stattfindenden Einzelsitzungen systematisch aufgefüllt. Im Training werden dann folgende Schritte eingeleitet:
- Individuelles Lese- und Schreibprogramm
- Abbau von Misserfolgserlebnissen im Lese- und Rechtschreib-prozess
- Stärkung des Selbstvertrauens
- Intervention bei entstehenden Verhaltensauffälligkeiten, Aggression oder Depression
- Verbesserung der Leistungsmotivation
- Training von Verhaltensweisen, um das Erarbeitete in Stress- und Prüfungssituationen anzuwenden


